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Thomas von Poschinger

©Thomas von Poschinger

Funda Gül Özcan – Thomas von Poschinger – Charlotte Schnabl – Elisabeth Wieser 25. August – 13. September, Eröffnung am 24. August 2013, 19 Uhr

Gruppenausstellung in der Zeitkunst Galerie, Hammerschmiedstrasse 5, 6370 Kitzbühel, Österreich.

Kuratiert von Nina Neuper und Antonella Schmidt

Im Zuge des 1. Filmfestivals Kitzbühel (www.ffkb.at) findet eine Ausstellung mit Fokus auf zeitgenössische Kunst als Parallelveranstaltung statt. Der Titel der Ausstellung lautet „Reale Illusion“.

Charlotte Schnabl

© Charlotte Schnabl

Elisabeth Wieser

© Elisabeth Wieser

Über alle Genre hinweg spielen Filme mit der Wirklichkeit und sind verpackt in eine illusorische Hülle, die als Spiegel der Realität funktionieren kann, dies allerdings nicht muss. Wo die Wahrnehmung von Realität beginnt und wo sie endet beschäftigt Philosophen durch alle Zeiten hinweg: Platon, Aristoteles, aber auch Immanuel Kant oder Jacques Lacan, um nur einige der großen Namen zu nennen, haben sich diesem Phänomen angenommen. Cogito ergo sum definiert nach der Auslegung Kants die Erkenntnisfähigkeit des Menschen. Sobald der Mensch denkt, ist er. Er definiert durch den Denkvorgang nicht nur sich selbst, sondern ebenso seine persönliche Wirklichkeit und Illusion in Form von Wünschen, Träumen und Hoffnungen. Daraus lässt sich schließen, dass sich jedes Individuum zunächst seine eigene Realität schafft.

Im Bereich des Films steht das Genre Science Fiction in enger Verbindung mit der Hinterfragung von Realität und Illusion. Blade Runner, Matrix, aber auch Spielfilme wie Die Truman Show greifen diese Thematik auf, führen uns vor Augen, dass der Mensch in seiner Wahrnehmung manipulierbar ist. Auch in der bildenden Kunst stößt man unweigerlich immer wieder auf Grenzgebiete zwischen Wirklichkeit und Illusion.

Das Verschwimmen dieser Zustände, das subjektive Verständnis von Wahrnehmung und Wirklichkeit sowie die Infragestellung und Überwindbarkeit der Grenzen zwischen Realität und Illusion sind nur einige Ansätze, die in der zeitgenössischen Kunst behandelt werden.

Die Beschäftigung mit dem Phänomen von realer Illusion wird zum inhaltlichen Ausgangspunkt der gleichnamigen Ausstellung. Funda Gül Özcan, Thomas von Poschinger, Charlotte Schnabl und Elisabeth Wieser, deren Gemeinsamkeit die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung und den damit verbundenen realen und unwirklichen Möglichkeiten ist, zeigen medienübergreifende Arbeiten. Der Betrachter wird bei den Installationen, Skulpturen, Papier- und Videoarbeiten kontinuierlich aufgefordert seine Anschauungsform zu definieren, überdenken und hinterfragen. Ob Realität und Illusion am Ende durch eine klare Linie zu trennen sind, ist in Frage zu stellen.

Funda Gül Özcan

© Funda Gül Özcan

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by Gabrielle Berlin